Zufriedenheitsabfrage ehemaliger Eltern

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Zufriedenheitabfrage ehemaliger Eltern von Schülerinnen und Schülern unserer Schule --ppp
Ende 2010 entstand im Schulelternrat die Idee, ehemalige Eltern der Sprachheilschule Neerstedt, Förderschule Sprache, zu fragen, wie zufrieden sie im Nachhinein mit der Arbeit der Schule sind.
Vor dem Hintergrund der Diskussion um eine "Inklusive Schule" und einer damit zu befürchtenden Auflösung der Sprachheilschule in Neerstedt wollte der Schulelternrat (allen voran der Schuleletrnratsvorsitzende, Herr Kai Kastens) wissen, wie es um die Akzeptanz und vielleicht auch um die Notwendigkeit der Schule steht.

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Befragt wurden alle Eltern, deren Kind ab dem Schuljahr 2005/2006 in die Sprachheilschule Neerstedt eingeschult wurden oder als "Quereinsteiger" für ein oder zwei Jahre unsere Schule besuchten. Da die Umfrage ehemalige Eltern ansprechen sollte, wurden die weiteren Schuljahrgänge bis zum Schuljahr 2008/2009 befragt.

 

Die Rücklaufquote der Fragebögen betrug mehr als 50% und lag damit deutlich über den Erwartungen. Viele Eltern nutzten die Möglichkeit zu persönlichen Stellungnahmen. Weiter unten sind diese aufgeführt. Die Stellungnahmen zeigen unseres Erachtens einen guten Überblick über die Zufriedenheit unserer ehemaligen Eltern und machen deutlich, dass bei vielen noch eine große Verbundenheit mit der Schule vorhanden ist.

Persönliche Anmerkungen zur Zufriedenheitsabfrage ehemaliger Eltern (Namen und Orte wurden aus Gründen der Datensicherheit entfernt)

1.    „Nur positive Anmerkungen. Gutes und intensives Verhältnis zu den Lehrern. Kleine Klassen – Lehrer können sich besser kümmern. Normale Kinder sind auch mit Problemkindern zusammen. Weitere Betreuung danach in der Regelschule.“

 

 

2.    „Ohne diese Schule würde es unserem Kind nicht schulisch so gehen, ich hätte auch nichts dagegen, wenn es dort noch weiter gehen würde. Unser Sohn geht auf die Förderschule, dort gehört er aber eigentlich nicht hin, aber die Grundschule wollte ihn auch nicht. Wir brauchen solche Schulen. Bitte lasst es so wie es ist. Die Kinder brauchen diese Schule. Ich würde diesen Weg wieder gehen!“

 

3.    „Mein Sohn hat sich immer wohl gefühlt und Fortschritte gemacht. Es wäre sehr schade, wenn die Förderschule aufgelöst wird. Für viele Kinder ist die Förderschule wichtig. Darum muss sie erhalten bleiben.“

 

4.    „Ein Kind, was wie mein Sohn, eine Förderung brauchte, hätte in einer Regelschule keinen Fuß auf den Boden bekommen. Ich glaube bei den überfüllten Klassen, über 20 Kinder, ist eine oder die nötige Förderung nicht gegeben. An den Schulen werden Klassen sogar aufgeteilt, wenn Lehrer nicht da sind, also noch mehr Kinder in den Klassen. Politiker sollten erst mal darüber nachdenken, was sie da tun wollen. Nach dem Besuch in Neerstedt hatte mein Sohn dieselben Chancen wie die anderen Kinder, nicht vorher.“

 

5.    „Meine Tochter war immer ein Einzelgänger. Der Zusammenhalt der Klasse half ihr damit klar zu kommen Freunde zu finden. Sie hatte auch Spaß beim Lernen und lernte auch gerne und brachte sich das Lesen bei.“

 

6.    „Wünschenswert wäre mehr Einzelförderung.“

 

7.    „Inklusion - Chancengleichheit für alle Kinder?

Unser Kind auf der Sprachheilschule:

Mein Kind ging 3 Jahre in die Sprachheilschule Neerstedt, es hatte eine starke Sprachentwicklungsverzögerung, die jetzt weitgehend behoben ist. Zusätzlich wurde noch eine starke Legasthenie festgestellt. Seine Sprachentwicklung und die Legasthenie standen stark im Gegensatz zu seiner Intelligenz. Die ist überdurchschnittlich. Seine Sprachentwicklung hat lt. Ärzten aller Voraussicht nach die Ursache in einer auditiven Wahrnehmungsstörung, d.h., die Wahrnehmung zwischen Ohren und Gehirn ist leicht gestört. Die Leiter übermitteln nicht korrekt ans Gehirn. Den Anstoß, ihn auf auditive Wahrnehmungsstörung untersuchen zu lassen, kam von der Klassenlehrerin der Sprachheilschule (Kinder mit Legasthenie leiden sehr oft auch unter einer auditiven Wahrnehmungsstörung). Eine große Geräuschkulisse ist für ihn auf Dauer sehr belastend, irritierend, überfordernd. Allein die Tatsache, dass er morgens in die Schule mit mehreren Kindern zusammen war, hat ihn stark belastet, er verweigerte öfter den Schulbesuch. Mit Hilfe der sehr verständigen Lehrer, die sich Zeit nehmen konnten hatten wir dies dann allerdings bald in den Griff bekommen. Besuche in Sportvereinen mussten regelmäßig aufgrund der Kinderanzahl abgebrochen werden. Er war und ist sehr sensibel. Dadurch, dass in der Sprachheilschule die Klassen nur aus 12-14 Kindern bestehen, konnte er sehr gut gefördert werden, d.h. er konnte sich besser konzentrieren, konnte sich besser auf mehrere Personen in der Umgebung einstellen. Es war der erste kleine Einstieg in größere Klassen, da die Geräuschkulisse -es reicht auch nur z.B. Knistern, Bücher aufschlagen aus verschiedenen Ecken- im Gegensatz zu der Regelschule stark reduziert war. Zusätzlich fühlte er sich bei den Kindern sehr gut aufgehoben, da alle in irgendeiner Form ja auch Probleme hatten. Man hat sich akzeptiert. Es gab keine Außenseiter. Die Sprachschule war in unserem Fall ein sehr guter Einstieg in die Regelschule. Natürlich hat er jetzt in der Regelschule noch Probleme wegen der Klassenstärke. Doch er hat einen sehr guten Grundstock aus der Sprachheilschule mitbekommen. Er ist einer der besten Schüler im mündlichen, das zeigt doch, dass er an Selbstbewusstsein zugenommen hat. Er traut sich wieder etwas zu. Er hatte im letzten Zeugnis in Sachkunde eine l und in Mathe eine 2. Aufgrund seiner Legasthenie bekommt er eine Realschulempfehlung. Wir hätten Ihn gerne aufgrund seiner Art zu lernen auf dem Gymnasium gesehen. Er eignet sich sehr viel Wissen selbstständig an. Ist immer interessiert, hinterfragt alles. Doch letztendlich braucht er unbedingt noch viel Freizeit, damit er noch Zeit hat, soziale Kontakte zu knüpfen. In den späteren Jahrgängen (ich glaube ab Jahrgang 11) wird keine Rücksicht mehr auf Legastheniker genommen. D.h. diese schreiben z.B. in Chemie eine Arbeit die inhaltlich richtig ist - also eine l, bekommt aber aufgrund der Rechtschreibfehler eine 3.“

-       „Unser Kind auf der Regelschule ab Klasse l - voraussichtliche Entwicklung:

Unser Kind wäre in eine Klasse mit mindestens 24 Kindern gekommen. Das ist Tatsache. Er wäre mit den ganzen Wahrnehmungen total überfordert gewesen. Totale Schulverweigerung wäre der Fall. Den Druck, den auch die Eltern aushalten mussten wäre enorm gewesen. Familiäre Unruhe. Jeden Morgen Machtkampf, ein Kind das nach Hause kommt, total fertig wegen der Überforderung. Entweder emotionaler Rückzug des Kindes (schlimmstenfalls -von Ärzten prognostiziert) oder total aufsässig, auffällig, verweigert, nicht mehr zu lenken.

Das Kind würde merken, dass man ihm in seiner Not nicht hilft. Keiner weiß mehr was das Kind hat. Schnell als ADS/ADHS Kind abgestempelt. Von der Klassengemeinschaft, besonders den Lehrern nicht mehr zu tragen gewesen. Wer achtet bei so einem aufsässigen Kind schon auf deren Ursache? Wer hat dazu noch die Kraft? Die Lehrer hätten schlimmstenfalls wieder die Sonderschule empfohlen. Kind überdurchschnittlich Intelligent und auf Sonderschule? Katastrophe.

 

-       Fazit:

Wir sind sehr dankbar, dass unser Kind in den Genuss der Sprachheilschule und deren individueller Förderung gekommen ist. Man hatte Zeit für das Kind, sich zu fragen, wo sind die Ursachen, wo kann man ansetzen. Das Kind aufzubauen.

Grundsätzlich bin ich auch für eine Inklusion. Allerdings wären dafür wohl nur körperlich behinderte in Frage kommen. Alle die eben „oben" gleich ticken, Lernstoff einfordern unter gleichen Bedingungen. Aber nicht, für Kinder, die zumindest noch vorerst mit diesen Bedingungen überfordert sind. Noch Zeit brauchen, sich nur im kleinen Rahmen positiv entwickeln können. Gehbehinderte brauchen eine Stütze in Form von z.B. Rollstuhl, Lernbehinderte eben andere Lernbedingungen.

 

Anmerkung:

Ich möchte hier noch anmerken, dass mich der Austausch mit anderen betroffenen Eltern auch in der Förderung meines Kindes weitergebracht hat. Man hat von den Erfahrungen der Eltern profitiert. Viele Kinder aus der Klasse hatten nämlich die gleichen Probleme bzw. Verhaltensauffälligkeiten. Man hat von den Erfahrungen der Eltern profitiert. Dies wäre in einer Regelschule so nicht möglich gewesen.“

 

8.    „Es sind schöne kleine Klassen in der Schule und jedes Kind wird nach seinem eigenen KÖNNEN gefördert und nicht unter Druck gesetzt um mit allem genau mitzuhalten. Die Kinder werden dort nach ihrem KÖNNEN geschult. Wenn ein Kind etwas schneller versteht und gut kann, bekommt es eine schwierigere Aufgabe und umgekehrt eine leichtere Aufgabe.“

 

9.    „Obwohl es nur ein Jahr war, hat es meinem Sohn sehr geholfen sprachlich weiterzukommen. Die Sprachheilschule muss bestehen bleiben, denn es gibt so viele Kinder die Probleme mit der Sprache haben. Eltern brauchen auch die Unterstützung der Sprachheilschule, damit die Kinder zu Hause gut gefördert werden. ( sprachlich sowie Selbstbewusstsein etc.. )“

 

10. „Aus der Sicht unseres Kindes spannender Unterricht, keine Überforderung, dadurch auch Abbau bzw. Vermeidung von Blockaden. Erziehung zu lernwilligen bzw. lernfähigen Schülern.“

 

11. „- Erfolgreich geplante Aktionen:

-Schulfest

-Sportfest

-Theaterbesuche       

gute  Kommunikation mit der Schulleitung 

guter Einstieg  ins  Schulleben  durch  die  Sprachförderung"                                                                                                              

 

12. „Meinem Sohn hat die Sprachheilschule viel gebracht. Die zwei Jahre dort haben ihn gut in Deutsch und Mathe gefestigt, so dass er nun auf der normalen Grundschule ein sehr guter Schüler ist. Vielen Dank nochmal an die Sprachheilschule Neerstedt.“

 

13. „Unser Kind wäre damals noch nicht eingeschult worden lt. Dem Arzt. Sie war aber schon 6 und einen Monat später 7. So hatte sie Zeit sich in der Schule zurecht zu finden und es war eine sehr gute Entscheidung sie auf die Sprachheilschule Neerstedt zu schicken. Es war sehr gut und wir würden es sofort wieder machen. DANKE“

 

14. „Mein Kind hat „DANK“ der Sprachheilschule gute Fortschritte gemacht und braucht weiterhin viel Unterstützung die es weiterhin bei einer Förderschule erhält. Ich glaube nicht dass jedes Kind so gut in einer Regelschule gefördert werden kann.“

 

15. „Das Ganze hat uns nichts gebracht. Abgesehen davon, dass die Kinder im weiteren Leben ( im Alter von 12 – 14 ) dann Probleme mit Klassenkollegen bekommen, die 2 Jahre jünger sind. Einzelunterricht bzw. Sprache fand selten statt. Für Entwicklungsgestörte Kinder bzw. Sonderschüler halte ich die Schule für angebracht, aber nicht für Sprachauffällige Schüler.“

 

16. „In der Grundschule ( Regelschule ) wird keine Rücksicht auf Förderkinder genommen. Geschweige das man hinter jeder Förderung selber als Elternteil hinterher betteln muss. Wichtig wäre auch nach der Grundschulzeit, dass unsere Kinder eine IGS besuchen dürften ( Harpstedt ). Die schönste Zeit war in Neerstedt. Ich hoffe ihr habt Erfolg das die Förderschule bleiben darf.“

 

17. „Schade, dass die Sprachheilschule nur so kurz (3 Jahre) unterrichtet. Für die Kinder, meistens, ist Zeit ganz wichtig. Ich hätte meinen Sohn gerne länger in der Sprachheilschule gelassen. Soweit ich informiert bin, sehnen sich aus der Klasse alle Kinder wieder zurück nach Neerstedt. Sogar jetzt noch nach 4 Jahren. Das ist doch ein gutes Zeichen.“

 

18. „Unsere Tochter hat die Förderung sehr gut getan. Sie wäre auf einer normalen Grundschule untergegangen. Heute besucht sie das Gymnasium.“

 

19. „Es ist sehr wichtig gewesen, das auf die Auffälligkeiten in der Sprache sofort reagiert wurde, dass die Zeit auch in der Schule dafür da war. Es sind kleine Klassen und die Geräuschkulisse ist viel geringer. Die Kinder hatten alle das gleiche Problem, so wurde keiner ausgelacht und gehänselt. Es ist auch sehr wichtig gewesen das die 1. Klasse auf 2 Jahre aufgeteilt wird. Ohne Sprachheilschule hätte sich unser Sohn nicht so gut entwickelt. Seine Sprache ist gut und er ist selbstsicher und selbstbewusster geworden. Dann war es auch für uns ganz wichtig im engen Kontakt zu den Lehrern zu stehen. Es waren nicht nur die Lehrer meines Sohnes sondern auch kompetente Ansprechpartner die sich immer viel Zeit genommen haben.“

 

20. „Es wird speziell auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen. Besseres Lernen, da es nicht so viele Kinder sind. Wenn wir unseren Sohn gleich in die Grundschule geschickt hätten, hätte er bestimmt Rückschläge bekommen. Den Werdegang den er jetzt hat, ist für ihn eine Stärkung auch des Selbstbewusstseins, also ein Muss für die Sprachheilschule. Wir hätten nichts Besseres tun können.“

 

21. „Für meine Tochter war es genau der richte Start in der Sprachheilschule. Bei dem „normalen“ Tempo auf der Grundschule wäre sie nie mitgekommen. Sie wurde auf der Sprachheilschule auch sehr gut auf den Wechsel in die Grundschule vorbereitet. Sie hatte kaum Probleme und kommt jetzt gut mit, auch mit dem Lerntempo. Durch die geringe Schülerzahl ( 14 ) konnte sich die Lehrerin ( manchmal auch zwei ) intensiv um jedes Kind kümmern. Sie hat sich auf jedes Kind und deren speziellen Problemen bzw. Lernschwächen eingestellt. Es waren die schönsten 2 Jahre für meine Tochter. Sie hat sich dort sehr wohl, verstanden und geborgen gefühlt. Auch ihre Persönlichkeit und vor allem ihr Selbstvertrauen wurden dort erst richtig aufgebaut und gestärkt. Wir danken der Sprachheilschule für ihre Hilfe und hoffen dass dort noch viele Kinder in Zukunft Hilfe finden können.“

 

22. „Wir empfanden es als besonders angenehm und wichtig, das speziell auf jedes Kind und seine Probleme eingegangen wurde. Das vermissen wir wegen der großen Klassenstärke jetzt auf der Grundschule. Für unser Kind war es sehr wichtig zu spüren und zu erleben, es gibt Kinder die haben die gleichen Probleme / Schwierigkeiten wie ich. Wir würden die Sprachheilschule vorbehaltlos weiterempfehlen und sind immer noch glücklich diesen Weg gegangen zu sein.“

 

23. „Es ist wunderbar das Kinder mit Startproblemen nicht ausgegrenzt werden, sondern mit anderen zusammen sein konnten. Diese Schulform muss erhalten bleiben, damit Kinder in der ersten Klasse gezielt gefördert werden können. Das was die Kinder am Anfang nicht mitbekommen, können sie in der Regelschule nicht aufholen und sind deswegen immer im Nachteil. Wir hatten zwei Kinder zur selben Zeit in Neerstedt in der Sprachheilschule. In der normalen Grundschule hätten sie es nicht geschafft und nun sind es Grundschüler und kommen gut mit, weil sie das Glück hatten ein für sie passenden Start zu haben, auch wenn sie ein Jahr länger gebraucht haben bzw. ein Jahr später in die Grundschule gekommen sind. Für unsere Kinder war es das Beste. Alle Kinder die Defizite haben, sollten die Chance auf einen Start haben um in der Zukunft gut mit zu kommen. Die Sprachheilschule muss erhalten bleiben.“

 

24. „Ich hatte zwei Kinder in der Sprachheilschule und beide sind jetzt soweit in der Schule, dass keine Sprachentwicklungsstörung mehr vorhanden sind. Man hat gut gearbeitet mit den Lehrern.“

 

25. „Unser Sohn ist gerne zur Sprachheilschule gegangen. Er hat in den 3 Jahren sehr gute Fortschritte gemacht und das nicht nur im Bereich der Sprache. Das alleine konnte nur geschehen, weil man individuell auf unseren Sohn eingegangen ist. Er hat die Förderung bekommen, die er benötigte. Auch die Gespräche die ich mit seiner Klassenlehrerin (….) hatte, waren immer hilfreich um unseren Sohn auch zu Hause dementsprechend zu fördern. Er ist nach den 3 Jahren auf die Grundschule gekommen. Innerhalb von 6 – 8 Wochen wurde deutlich, dass er mit dem Leistungsniveau nicht mithalten konnte. Jetzt geht er zur Förderschule …..  und geht wieder gerne zur Schule. Seine Noten sind gut und er hat Erfolgserlebnisse. Dadurch wird auch sein Selbstbewusstsein gestärkt. Meine Meinung ist, die Förderschule sollte bestehen bleiben, denn dort kriegen die Kinder die Förderung die sie brauchen. Auf der Grundschule wird man nie so fördern können wie auf einer Förderschule.“

 

26. „Unsere Tochter ist nach der Sprachheilschule direkt zur (…)schule (…) in (…) gekommen. Trotz Förderbedarf ab der ersten Klasse in Neerstedt, waren die Leistungen an der Regelgrundschule in der Probezeit nicht ausreichend. Der Förderbedarf wurde von der zuständigen Schulbehörde aufgehoben. Dadurch dass über 25 Kinder in einer Klasse waren konnte nicht auf den Leistungsstand eingegangen werden wo sich unsere Tochter zu dieser Zeit befand. In der (…)schule …haben die Klassen z.Z. 16 Kinder, 8 Kinder in der dritten und 8 Kinder in der vierten Klasse bilden eine Klassengemeinschaft. Unsere Tochter wurde da abgeholt wo sie sich in den unterschiedlichen Hauptfächern befand.

 

Obwohl sie die dritte Klasse in der …schule wiederholt, ist sie heute eine ausgeglichene Schülerin mit einer durchschnittlichen Leistung. Ihre Persönlichkeit und Selbstbewusstsein haben sich gestärkt und gefestigt. Nach der Grundschule wird sie voraussichtlich zur Gesamtschule oder Hauptschule gehen, eventuell zur Oberschule, falls sie in der Umgebung eingerichtet wird. (…).

Aber dennoch konnten wir ihr bei den bisherigen Schulformen einen guten Start ins Leben geben, damit unsere Tochter später ausbildungsfähig ist. Auf weitere unabgeschlossene sinnvolle Schulreformen können wir nicht mehr warten, dann ist sie schon Jugendliche und hat unter Umständen sinnvolle Bildung, Eigenständigkeit, Lust am Lernen trotz Einschränkungen  in diesem Bildungssystem nicht gefestigt.

Für jedes Kind in Deutschland muss eine Möglichkeit in unserem Bildungssystem bestehen, egal ob das Kind auf einer Förder-, Haupt-, Realschule oder Gymnasium geht. Ich selber bin in den 80 Jahren auf eine Förderschule gegangen. Dank sehr guter Sonderschulpädagogen habe ich zwei Berufe erlernen können und kann heute meine Familie "ernähren" und ich habe sogar sehr viel Spaß und Freude in meinem Beruf und nehme ständig an Fort und Weiterbildungen teil. Deutschland wird viele Fachkräfte in den nächsten Jahren benötigen. Dieses kann nur mit einer guten Schulbildung gelingen.“

 

27. „Mein Sohn wurde ein paar Tage vor dem Stichtag geboren und er war überhaupt nicht schulreif. Da waren wir dankbar, dass er 2 Jahre die Sprachheilschule besuchen durfte. Seine Sprache wurde auf jeden Fall gefördert. Nur leider hat er den Sprung vom langsamen Lernen aufs schnelle Lernen ( Grundschule ) nicht geschafft. Da würde ich mir wünschen, das darauf auch eingegangen wird z.B. mehr für den Übergang trainieren. Viel Glück noch. Ich hoffe die Politiker haben ein Einsehen.“

 

28. „Einzelsprachförderung und Doppel- Steckungen der Lehrer fanden in den zwei Schuljahren fast nicht statt. Das ist aber wichtig, da die Kinder in dieser Zeit keine Logopädie erhalten. Es fand keine Prüfung auf LRS statt, dadurch zu späte Förderung auf diesem Gebiet.“